Das Farelhaus ist ein bedeutender Architekturzeuge aus den späten fünfziger Jahren mitten im Zentrum der Stadt Biel und ein Frühwerk des Architekten Max Schlup.

Der Bieler Architekt Max Schlup entwarf und baute in den fünfziger Jahren das Kirchgemeindehaus Farel für die reformierte Kirchgemeinde Biel. Es zeichnet sich durch seine Vorhangfassade, die Materialwahl und die interessante Raumorganisation aus.

Die Absenz kirchlicher Motive, die unaufdringliche Modernität und die Anmut der architektonischen Komposition prägten fraglos das Bild der Institution, die im Farelhaus Kirchgemeindesaal, Pfarrwohnungen und –Büros, Mädchenhaus und Restaurant betrieb.

Auf den sechsgeschossigen Bau in der geschlossenen Hauszeile entlang dem Schüssquai folgen der rückwärtige Gartenhof und der Saal. Diese Raumfolge wird von der asymmetrisch eingeschobenen Erschliessungszone überlagert, welche am Gartenhof vorbei in direkter Linie in den Saal führt.

Herzstück ist der atriumartige Gartenhof, der sich mit dem Wasserbecken, einer Skulptur und der als Paravent eingeschobenen Backsteinwand unverhohlen auf den Barcelonapavillon von Mies van der Rohe bezieht.

Das Gebäude atmet mit seinem verschiedentlich an die Oberfläche tretenden Betonskelett, der äusserst schlichten Vorhangfassade und der reichen Materialität bestehend aus Aluminium, Glas, Eternit, Backstein, Terrazzo und Holzfurnier ebenso exemplarisch den Geist der Zeit wie Schlup’s architektonische Vision.