Geschichte

Der Bieler Architekt Max Schlup entwarf und baute in den fünfziger Jahren das Kirchgemeindehaus Farel für die reformierte Kirchgemeinde Biel. Es zeichnet sich durch seine Vorhangfassade, die Materialwahl und die interessante Raumorganisation aus.

Die Absenz kirchlicher Motive, die unaufdringliche Modernität und die Anmut der architektonischen Komposition prägten fraglos das Bild der Institution, die im Farelhaus Kirchgemeindesaal, Pfarrwohnungen und –Büros, Mädchenhaus und Restaurant betrieb.

Auf den sechsgeschossigen Bau in der geschlossenen Hauszeile entlang dem Schüssquai folgen der rückwärtige Gartenhof und der Saal. Diese Raumfolge wird von der asymmetrisch eingeschobenen Erschliessungszone überlagert, welche am Gartenhof vorbei in direkter Linie in den Saal führt.

Herzstück ist der atriumartige Gartenhof, der sich mit dem Wasserbecken, einer Skulptur und der als Paravent eingeschobenen Backsteinwand unverhohlen auf den Barcelonapavillon von Mies van der Rohe bezieht.

Das Gebäude atmet mit seinem verschiedentlich an die Oberfläche tretenden Betonskelett, der äusserst schlichten Vorhangfassade und der reichen Materialität bestehend aus Aluminium, Glas, Eternit, Backstein, Terrazzo und Holzfurnier ebenso exemplarisch den Geist der Zeit wie Schlup’s architektonische Vision.


Sanierung

Am 1. April 2016 hat eine neue Trägerschaft das Farelhaus übernehmen dürfen. Durch eine nachhaltige Sanierung und Neupositionierung wurde das Frühwerk vom Bieler Architekten Max Schlup in einen neuen Lebenszyklus geführt.

Das im Inventar der kantonalen Denkmalpflege als schützenswertes K-Objekt inventarisierte Gebäude war zwar in die Jahre gekommen, weite Teile sind aber noch im Original erhalten gewesen. Eine differenzierte Vorgehensweise rettete diese Architekturikone, damit dessen Geschichte weitergeschrieben werden kann.

Damit das Gebäude neu belebt werden konnte, wurde nach ideal zur Gebäudestruktur passenden Nutzungen gesucht. Das Erdgeschoss wurde ab Herbst 2016 wieder einer öffentlichen Nutzung zugeführt. In ein Bistro das zusammen mit dem Saal zu einem pulsierendem Ort mit urbanem Charakter werden soll. Mit seiner zentralen Lage und der für Biel einzigartigen Architektur, bietet das Farelhaus die idealen Räumlichkeiten dafür.


Trägerschaft

Die Farelhaus AG wird von den fünf Bieler Architekten, Stephan Buchhofer, Reto Mosimann, Oliver Schmid, Simon Schudel und Ivo Thalmann getragen.

Ihr Anliegen ist das denkmalgeschützte Farelhaus als Kulturgut zu erhalten und den offenen Geist des Hauses zu pflegen.

Kommunikation und Marketing: Valérie Feller